Das Gewässer

Bereits seit 1962 ist der ASV Rheinfelden Pächter des Rheinloses 18. Dieses erstreckt sich über gut 9km von der Fischereigrenze unterhalb des Kraftwerks in Rheinfelden bis zum Kraftwerk Augst-Wyhlen. Schonbezirke sind das Altrheinbecken mit der Insel Gewerth.

Wie am gesamten Hochrhein ist auch dieser Abschnitt maßgeblich von den Stauhaltungen der Wasserkraftanlagen geprägt. Eine Besonderheit am Los 18 ist jedoch die „Aufteilung“ in zwei sich stark unterscheidende Abschnitte. Während der obere Teil des Loses sehr felsig ist und stellenweise sogar Kiesbänke aufweist, ist der untere Abschnitt ab der historischen Rheinbrücke durch die Staustufe Augst-Wyhlen spürbar beruhigt und am Gewässergrund sind zunehmend Sand und Schlamm auffindbar. Diese Aufteilung bedeutet gleichzeitig auch die grenze der Schiffbarkeit des Rheins. Vom rheinfelder Hafen legen Schiffe in Richtung Rotterdam ab, stromauf fahren sie jedoch nicht…

Diese Vielfalt an Gewässerstrukturen macht sich auch beim Fischbestand bemerkbar. Leitfische des oberen Abschnitts sind Barben, Döbel und Nasen, während im unteren Abschnitt verstärkt Rotaugen, Brassen und Karpfen anzutreffen sind. Beeindruckend ist die Vielzahl an Fischarten, welche sich auf unserer Hausstrecke heimisch fühlen: Neben den vorherrschenden Groß-Cypriniden sind dies nämlich auch die Raubfische Hecht, Barsch und Zander, sowie einige wenig bekannte Kleinfischarten, wie Strömer, Schneider, Gründling, u.a.. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Salmoniden wie die Äsche und die Rheinforelle. In den letzten Jahren verstärkt anzutreffen sind zudem ursprünglich nicht heimische Arten wie Wels, Rapfen, Kaulbarsch und Schwarzmundgrundel. Insgesamt wurden bei den letzten Fischzählungen weit über 30 Arten bestimmt.

Fischerei

Die Vielfältigkeit der Gewässerstruktur lässt es erahnen – der Strauß an praktizierten Angelmethoden ist bunt. Vom Rheinhafen abwärts über das Hertener Loch und die Fähre Augst sind nahezu ganzjährig Ansitzangler anzutreffen, welche hauptsächlich Karpfen, Barbe oder Raubfisch nachstellen. Wer dies ebenfalls versuchen möchte, sollte gewappnet sein: Das ruhig fließende Strömungsbild täuscht über den tatsächlich vorhandenen Sog hinweg – beim Grundfischen ist oft mehr Blei nötig, als man zunächst vermuten mag.

Im Bereich der alten Rheinbrücke und stromauf lohnt vielerorts ein Versuch mit Pose und Naturköder auf Döbel. Im Kehrwasser hinter Brückenpfeilern, oder Fels finden sich oft stattliche Exemplare.

Spinnfischer versuchen ihr Glück auf dem gesamten Los, hier steht hauptsächlich der Hecht im Fokus, da durch das überwiegend klare Wasser kein all zu prominenter Zanderbestand anzutreffen ist. Doch auch auf Forelle kann am Rhein gefischt werden. Und das nicht nur mit Natur- und Spinnköder, sondern auch Fliegenfischer werden ab und zu gesichtet – insbesondere die Frühjahrsmonate können hier gute Fische bringen.

Ganz allgemein lässt sich jedoch feststellen, dass ein guter Fang am Rhein – unabhängig von der eingesetzten Fangmethode – oft Ergebnis intensiver Bemühung ist. Die vielerorts recht starke Strömung und der merklich schwankende Pegel erfordern genaue Ortskenntnis und Akribie im Bereiten der Futterplätze, oder bei der Suche nach dem bevorzugten Aufenthaltsort der Fische.

Karten & Infos

Gebühren

Jahreskarte Rheinlos 11-19 inkl. Mitgliedschaft 73.50 Euro plus 10 Arbeitsstunden
Bootskarte Rheinlos 11-19 6.- Euro
Jahreskarte Jugend inkl. Mitgliedschaft 46.- Euro
Tageskarte für Gastangler 20.- Euro

Tageskartenbezug
In Rheinfelden erfolgt keine Tageskartenausgabe. Karten können bezogen werden bei:

Wasserstandsanzeige Pegel Rheinfelden
Auf der Seite des schweizer Bundesamts für Umwelt findet man neben dem Wasserstand auch Infos zu Temperatur und Abfluss.

Ansprechpartner
Für Fragen zu Angelkarten, oder generell der Rheinfischerei steht die Abteilung in Person von Rainer Thoma zur Verfügung.